Mittwoch, 21. November 2012

NEON Fragen über Fragen #4

Beantworten wir wieder mal eine Frage!
Wie immer gilt: Du kannst das hier gerne als Stöckchen sehen und die Frage in den Kommentaren oder in deinem eigenen Blog selbst beantworten.


Ich hab auch mal schöner umrahmt...

Wie fremd muss mir ein Mensch sein, damit ich ihn bewundern kann?
Die Frage ist harter Tobak, das muss ich schon sagen. Darüber habe ich ehrlich gesagt noch nie so explizit nachgedacht - die Menschen, die ich bewundere, müssen sie mir überhaupt fremd sein? Wen bewundere ich eigentlich?
Und dann begreife ich, was mir diese Frage sagen will. Wenn mir jemand nah ist, kenne ich ihn in all seinen Menschlichkeiten, nicht nur mit seinen Stärken, sondern auch mit seinen Albernheiten und Schwächen. Ich sehe das große Gesamtbild des Menschen und nicht nur die "bewundernswerte" Eigenschaft... aber: macht es das schwerer, jemanden deshalb zu bewundern?
Für mich persönlich muss ich feststellen: Nein. Es macht es sogar einfacher. Ich bewundere Leute nicht (wirklich), weil sie groß und toll und schlau und hübsch sind. Ich bewundere Menschen für die Art, mit der sie Probleme angehen und dafür, dass sie trotz der Tatsache, dass sie immer wieder hinfallen, auch immer wieder aufstehen.
Um so eine Persönlichkeit zu entwickeln, gehört es in der Regel dazu, mit seinen Macken anzuecken und Fehlschläge zu erleben. (Gerade deswegen sind mir oft Menschen, die in ihrem Leben viel durchmachen müssen, lieber, als Glückskinder.) Das geht nicht mit "pur positiven" Eigenschaften. Wir sind alle Menschen, facettenreich und in unserer Eigenartigkeit wunderbar.
Ich kann Menschen, die ich kenne, tatsächlich viel besser für das bewundern, was sie können und schon geschafft haben, weil ich weiß, was sie dafür durchstehen mussten und dass sie nicht aufgegeben haben, um ihre Ziele zu erreichen. Das finde ich - und das ist auch allein meine Meinung - viel bewundernswerter als wenn einem großartige Eigenschaften und Erfolge einfach zufallen...

Kommentare:

  1. Besser könnte ich es gar nicht formulieren ;)

    AntwortenLöschen
  2. Das sehe ich ähnlich! Wenn man jemanden nicht kennt, kann man ihn höchstens für bestimmte Eigenschaften oder Taten bewundern, vom Rest weiß man ja nichts, während man bekannte Personen in ihrer Ganzheit bewundern kann!

    AntwortenLöschen